Prinzengarde

Die Formation „Prinzengarde“, auch bekannt als die Leibgarde Sr. Tollität, hat aktuell 24 Mitglieder und wurde bis Juni 2017 durch den Stadtkommandanten Dr. Rüdiger Fröschen angeführt. Ab der Session 2017/2018 übernimmt Daniel Heinrichs die Führung der Garde.

Die Prinzengarde begleitet traditionsgemäß den Stolberger Stadtprinzen zu seinen vielzähligen Auftritten und Besuchen. Mit dabei ist selbstverständlich immer ihre Gardemarie Eva Schulz (aktiv seit 2015).

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Historie:

1932 – 2002
Die Prinzengarde Sr. Tollität ist “70”

Zum Jubiläum der Prinzengarde ist die Chronik ab dem Jahre 1998, dem 66-jährigen der Garde fortgeschrieben worden. In Erinnerung und zu Ehren unseres Ehrenkommandanten und Mitbegründer der Stolberger Prinzengarde, unseres unvergessenen Heinrich Weber, der im Jahre 1999 im Alter von 93 Jahren verstorben ist – und zwar als ältestes, aktives Mitglied im Elferrat unserer Gesellschaft – ist die von ihm verfasste Chronik aus dem Jahre 1998 in diesem Heft wörtlich übernommen worden. Damit soll in diesem Jahr seine frohe, lebensbejahende und kameradschaftliche Art nochmals lebendig werden.

Heinrich Weber schrieb 1998:

“Die Prinzengarde Sr. Tollität, eine frohe, schmucke und traditionsreiche Formation der Stolberger Karnevals-Gesellschaft “Erste Große”, feiert in diesem Jahre Jubiläum. Ihre Geburt im Jahre 1932 fiel in eine Zeit der Not, denn Folgen der Weltwirtschaftskrise waren noch nicht behoben und karnevalistische Veranstaltungen in der Öffentlichkeit deshalb verboten – es war die Zeit, in der in Stolberg mangels eines Prinzen der Printenmann Nikolaus I. regierte – umsomehr suchten viele Bürgerinnen und Bürger einen Ausgleich im fröhlichen Karnevalstreiben, das in Gaststätten und Sälen stattfand.
Auch wie bei anderen Karnevals-Gesellschaften in unserer Stadt hatte die Prinzengarde eine vorgeburtliche Geschichte, eben eine Schwangerschafts-Zeit. Und diese begann im Jahre 1930, als unser unvergessener Joe Ganser als Joe I. den närrischen Thron bestiegen hatte, stellten sich Mitglieder des Kegelclubs “Pudelei” Sr. Tollität als Leibgarde zur Verfügung. In alten wilhelminischen Uniformen und umgeschnallten Papp-Pferdchen zogen sie als “Berittene” den Prinzen eskortierend im Rosenmontagszug mit. Als im Jahre 1931 Peter Offergeld als Pietro I. das närrische Zepter über Solberg schwang, gaben ihm bereits zehn aktive Mitglieder der “Ersten Großen” das Ehrengeleit in Wallenstein-Kostümen. Diese bis dahin etwas “ungeordneten Haufen” verlangten nach einem närrischen Reglement, und zwar als Formation der “Ersten Großen”, deren Hauptaufgabe darin bestand, des Prinzen ständiger Begleiter zu sein.

Das ist übrigens bis heute so geblieben und soll auch in Zukunft so sein. So gründeten also im Jahre 1932 acht wackere Karnevalisten die Prinzengarde Sr. Tollität. Auf der Gründungsversammlung wurde auch die Hierarchie festgelegt:

Franz Schumacher, Kommandant
Leo Derichs, Tanzmariechen
Adolf Creutz, Tanzoffizier
Franz Nagelschmitz, Fahnenträger
Ferry de Fries, Offizier der Garde
Peter Beißel, Offizier der Garde
Josef Beißel, Offizier der Garde
Heinz Weber, Offizier der Garde

Karnevalisten, und erst recht eine Prinzengarde, brauchen eine Uniform, um in sinniger Anspielung auf übertriebenen Stattskult in Uniform ein närrisches Gegengewicht zu bilden, um also zu persifilieren. So plante man für die Garde die noch heutige Karnevals-Uniform nach dem Vorbild einer der vielen Varianten der Husarenkleidung aus der Zeit der Freiheitskriege im 2. Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts:

Der Rock rot-gold, also in unseren Stadtfarben, kornblumenblau die Hose, über den Sinn dieser Farbe wird bis heute spekuliert. So konnten bereits im Januar 1932 die ersten acht Uniformen bei der großen Gala-Sitzung im Scheuf’chen Saale mit berechtigtem Stolz vorgeführt werden, nachdem man sich vorher mit “Ketchenburger” und Els den gehörigen Mut angetrunken hatte – auch eine Tradition, der bis heute gefolgt wird.

Das Auftreten der schneidigen Prinzengarde mit viel Tschingbum und Trara, mit Fahnenschwenken und Säbelklirren, mit Stippe-Föttche und Mariechentanz wurde schnell in Stolberg, aber auch über die Grenzen unserer Vaterstadt hinaus eine Attraktion bei vielen karnevalistischen Veranstaltungen.

Leider setzte der zweite Weltkrieg jedem karnevalistischen Treiben ein jähes Ende.

Als Jüll der I., Julius Gehlen, 1948 – der vielumjubelte erste Nachkriegs-Prinz – den närrischen Thron bestieg, kramte auch die Prinzengarde ihre noch vorhandenen Uniformen aus der Mottenkiste hervor und brachte sie soweit als möglich auf “Hochglanz”. Ferry de Fries übernahm das Kommando. Sein Sohn Dieter wurde Tanzoffizier und studierte mit Lu Degen unter den Klängen des altvertrauten Pepita-Marsches den Marie-chen-Tanz mit viel Liebe zur Sache neu ein. Alles klappte vorzüglich, und in den Annalen des Archives steht zu lesen:

1948
Erstmals wieder im Ornat!
Junge, junge war das ein Staat!
Alles rief: Alaaf, Hurra!
Die “Erste Große” ist wieder da!

Durch großzügige Stiftungen erhielt die Prinzengarde im Laufe der Zeit eine große Trommel, ein Paar Becken, sogar einen Tambourstab. Hans Fischer (Piep-Piep) wurde neuer Tambour-Major.
Diese Instrumente gaben Veranlassung, ein ganzes Show-Orchester mit Papp-Maché-Instrumenten zu gründen. Der geniale Dirigent fand sich in
Julius Gehlen. Wie sehr dieses “Orchester”, bei dem als Schlagzeug ein Waschbrett diente, gefiel, mag aus folgender Zeitungsnotiz ersichtlich sein:

Dirigent Jüll Gehlen und das Papp-Maché-Orchester
spielten den “Badenweiler Vogelsänger” immer besser!

Um die “Kriegstüchtigkeit” der Garde vollständig zu machen, wurde die Stiftung einer Wehrmachts-Gulasch-Kanone sehr begrüßt. Die Gulasch-Kanone ist heute noch im Einsatz und wird von einem russischen “Jeep” aus den Beständen der ehemaligen nationalen Volksarmee gezogen. Ein geschichtlicher Gag.

Im Jahre 1957 beim Silber-Jubiläum der Prinzengarde erhielt der Kommandant aus der Hand des Bürgermeisters Kuckelkorn – “van osse leeve Benn” – einen Marschallstab mit Widmung. Er wurde hierbei zum Stadtkommandanten für die drei tollen Tage mit höchster Befehlsgewalt ernannt. Inzwischen wurden ältere Gardisten in den Ruhestand versetzt und jüngere Kameraden kamen hinzu. Auch die Prinzen-Mariechen und ihre Tanz-Offiziere wechselten. Zu ihrer Erinnerung mit einem Dank an viele schöne Stunden ihre Namen:

1930-1936 Leo Derichs
1937 Jean Breuer
1938-1948 Lu Degen
1949 Marlies Lennarts
1950-1952 Ingetraud Joust
1953-1956 Herlinde Nießen
1957-1959 Annemarie Reidt
1960-1963 Ute Groß
1964-1965 Ingrid Lauth
1966 Doris Zinken, Christa Schwartmann
1967-1968 Gisela Becker
1969 Christel Lennertz
1970-1972 Dorothee Delhaes
1973-1974 Marlies Meurer
1975 Leo Hösch
1976-1980 Renate Pomp
1981-1983 Tanja Link
1984-1987 Lydia Oeynhausen
1988-1989 Kirsten Schön
1990-1996 Gaby Ospel
1997-1999 Angelina Schumacher
2000-2002 Lydia Bongard
2002-2005 Katharina Lüth
2006-2010 Simone Löhr
2010-2015 Sabrina Kreitz
seit 2015 Eva Schulz

Tanzoffiziere:

1932 Adolf Creutz
1933-1948 Ferry de Fries
1949-1955 Dieter de Fries
1956-1959 Friedel Göbblels
1960-1963 Leo Hösch
1964-1966 Rolf Delsemmé
1967-1973 Leo Hösch
1974-1975 Hans Cönzer
1988-1989 Dirk Hösch
2009-2010 Julian Wahlen

Prinzengardisten haben ein besonders “inniges” Verhältnis zu Karneval. Ihr hohes Ziel ist, auch einmal im Leben das närrische Zepter in ihrer Vaterstadt zu schwingen. So sind aus der Prinzengarde zahlreiche närrische Herrscher hervorgegangen, die unseren Karneval als “Glanzlichter” schmückten und vielen Menschen Freude brachten.Insgesamt waren es 21 Prinzen:

1957 – Hugo I. Hugo Willmars jun.
1962 – Joe III. Josef Schmitz
1965 – Günter I. Günter Enders
1966 – Kurt I. Kurt Leufgens
1967 – Rolf I. Rolf Winkhold
1969 – Dieter II. Dieter de Fries
1971 – Ludwig I. Ludwig Philippi
1973 – Rüdiger I. Rüdiger Nolte
1974 – Heinz IV. Heinz Kaesmacher
1981 – Leo I. Leo Hösch
1982 – Uli I. Uli Deuster
1984- Dirk-Uwe I. Dirk-Uwe Steinhagen
1986 – Rolf II. Rolf Meyer
1988 – Horst II. Horst Zimmermann
1992 – Arndt II. Arndt Vroomen
1994 – Dieter III. Dieter Lavalle
1996 – Volker I. Volker Strauff
1998 – Carl August I. Dr. Carl August Günther
2001 – Jürgen I. Jürgen Harperscheidt
2002 – Rüdiger II. Dr. Rüdiger Fröschen
2013 – Daniel I. Daniel Heinrichs

Zurück in die Geschichte. Nach der Session 1962 gab Ferry de Fries sein Amt als Stadt-Kommandant ab, damit verabschiedete sich ein großartiger Karnevalist von der Bühne des Frohsinns . Zwei Jahre später trugen wir ihn zu Grabe.

Der langjährige Adjutant des Stadtkommandanten und Mitbegründer der Prinzengarde, Heinrich Weber übernahm 1962 den Marschallstab. Er führte die Prinzengarde in straffer und fröhlicher Art bis 1972, um dann den Stab an Dieter de Fries, den Sohn von Ferry, weiterzureichen. 50 Jahre aktives Karnevalsleben lohnte die Garde dem scheidenden Stadtkomman-danten mit der Ernennung zum “Ehrenkommandanten” auf Lebenszeit.

In besonderer Weise wurden die Jubiläen der Garde begangen. Unver-gessen sind die Feste zur 3×11-Feier im Jahre 1965, dem 40jährigen 1972, dem4x11jährigen 1976, 50 Jahre Prinzengarde 1982 und 5×11 Jahre im Jahre1987. Die Garde unter der Regie ihres Kommandanten lud zu fröhlichem Beisammensein aller Freunde (und Freundinnen) ein, und die Frühschoppen in der Stadthalle – die bis in den Abend dauerten – waren karnevalistische Höhepunkte, die für alle, die dabei waren, unvergessen sein dürften. Bei diesen Anlässen wechselten die Gardisten ihre Uniformen in andere lustige Kostüme, so u.a. als Rekruten aus der Kaiserzeit, legten unter rauschendem Beifall vollendete närrische Darstellungen aufs Parkett, nahmen sich und andere auf die Schippe und “exerzierten” den allseits beliebten Volkskarneval. So entstanden auch Ende der 70er Jahre die “Altstadt-Brasseler”, die über mehrere Sessionen das urwüchsige Leben und die Originale in unserer Stadt auf den Gala-Sitzungen der “Ersten Großen” vorführten.

Aber auch außerhalb der närrischen Session pflegt die Garde Geselligkeit und Frohsinn. Zum festen Repertoire gehört die jährliche “Nachtübung”, ein Ereignis, das meist außerhalb unserer Stadtmauern stattfindet, wobei an den Zielorten Sport- oder kulturelle Veranstaltungen den äußeren Rahmen geben. Auch die Krönung des “Maibocks” – in Ermangelung einer Königin – hat über Jahre in der Nacht zum 1. Mai die Teilnehmer viele lustige Stunden erleben lassen.

Auch die Damen unserer Gardisten wurden in das närrische Geschehen einbezogen. Bei fast allen Rosenmontagszügen sind sie in schönen und sinnigen Kostümen vertreten, und einmal im Jahr ist eine Wochenendfahrt unseren lieben Frauen gewidmet.

Auch in der Ferne unternahm die Prinzengarde mehrtägige närrische Ausflüge, so u.a. nach Amsterdam. Im November 1995 besuchte die Garde unsere Partnerstadt in Stolberg/Harz und eröffnete dort am 11.11. auf dem Marktplatz “in vollem Ornat” mit den Karnevalisten aus Schwenda bei Stolberg/Harz die närrische Zeit. Die gesamte Veranstaltung fand sehr großes öffentliches Interesse und wurde vom Mitteldeutschen Rundfunk live übertragen. Im übrigen wird Kameradschaft und Freundschaft innerhalb der Garde kontinuierlich gepflegt, sei es beim monatlichen offiziellen Treff, sei es bei runden Geburtstagen der Mitglieder oder anderen freudigen Ereignissen. Zahlreiche Freundschaften sind entstanden, die auch in die private Sphäre reichen. Zum ständigen Treffpunkt der Garde wurde am 16. November 1996 das traditionsreiche Lokal “Zum Postwagen” in feierlicher Form erklärt. Seit diesem Tag ziert die beliebte Gaststätte. eine kupferne Platte mit der Aufschrift: “Wachlokal der Leibgarde Sr. Tollität”.
Der 17. November 1995 war ein denkwürdiger Tag in der Geschichte der Garde. An diesem Abend übergab Dieter de Fries den Kommandostab an Dr. Helmut Schroeder. 23 Jahre hatte “osse Dieter” diesen Stab in der närrischen Zeit geschwungen. Dieter de Fries und “seine Garde” hatten nicht nur eine schöne Tradition fortgesetzt, er hatte ihr neue Akzente und Glanzpunkte verliehen. Ein großer karnevalistischer Zapfenstreich auf der Stolberger Burg war die außergewöhnliche Ehrung für einen verdienten Karnevalisten.

Im Jahre 1996 feierte unsere Gesellschaft ein weiteres und wohl einmaliges Ereignis. Der Mitbegründer der Prinzengarde, das einzig noch lebende Gründungsmitglied und Ehrenkommandant Heinrich Weber wurde 90 Jahre und zwar als aktives Mitglied der Gesellschaft. Er hat bis heute die Geschichte der Prinzengarde nicht nur erlebt, sondern aktiv mitgestaltet. Viele Freunde aus fast allen Karnevals-Gesellschaften unserer Stadt haben ihm zu seinem Ehrentag gratuliert und gedankt.

Die Garde ist heute so lebendig wie eh und je. Noch unter unserem unvergessenen Präsidenten Heinrich Holtz wurde das Offiziers-Corps durch junge Fähnriche verstärkt. Diese Männer waren und sind eine Garantie für das Weiterbestehen der Formation. Und auch die kleine Garde wird gewiß in Zukunft manch fröhlichen jungen Menschen der Garde zuführen. Die Garde hat heute 29 Offiziers-Gardisten, drei Fähnriche sowie fünf Reservisten. Somit geht die Garde gut gerüstet in die nächsten elf närrischen Jahre und wird gewiß sich selbst und vielen Menschen frohe und unbeschwerte Stunden schenken.”

Heinrich Weber
Ehrenkommandant und Mitbegründer der Stolberger Prinzengarde

Das Geschehen der Prinzengarde ab 1999

Der guten und bewährten Tradition folgend ist neben den Pflichten zur Karnevalszeit – hier insbesondere die Begleitung des Prinzen – die Kameradschaft, Freundschaft und die Geselligkeit das belebende Element der “Truppe”. Neben den monatlichen Treffen im “Weißen Röss’l” und im “Postwagen” standen zahlreiche Unternehmungen auf dem Dienstplan der Garde. Dabei waren die jährlichen “Nachtübungen”, mehrmals über 3 Tage, fester Bestandteil der Kameradschaftspflege. Der Begriff “Nacht-übung” ist hierbei als Persiflage auf militärische Unternehmungen zu verstehen.

Dabei wird die Standfestigkeit und das kulturelle Wissen der Gardisten geprüft und vertieft. Es sind lustige Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung. So war die Prinzengarde im Jahre 1998 zu einem westfälischen Dorf im Münsterland, 1999 zum Bürgerschützenfest in Neuss, 2000 in Xanten, 2001 in Maastricht und 2002 nach Würzburg unterwegs.

Auch eine früher Tradition wurde wieder belebt, nämlich das Treffen in der Nacht zum 1. Mai, wobei die Maikönigin und der “Maibock” gewählt werden. So waren diese fröhlichen Zusammenkünfte 2000 auf dem Bauernhof unseres Oberfeldkochs Günther Heich, 2001 im Reitstall des Vaters unserer Marie Lydia Bongard und 2002 in der Grillhütte am Birkengang. Auch das jährliche Familien-Sommerfest geht auf eine Initiative der Prinzengarde zurück. Zu all’ diesen Festen waren die Partnerinnen und Freunde der Gardisten herzlich eingeladen.

Die im Jahr 1995 begonnene Freundschaft mit den Karnevalisten der Partnerstadt Stolberg im Harz wurde im Jahr 2000 fortgesetzt. Vom 10 – 12. Dezember waren wir dort, konnten Freundschaften vertiefen und dabei feststellen: der närrische Frohsinn ist auch dort zu Hause. Wie 1995 wurde der 11.11. auf dem historischen Marktplatz gefeiert, die Repräsentanten der Stadt und viele Bürger erlebten ein mehrstündiges Programm, an dem auch die Prinzengarde beteiligt war. Die Veranstaltung, an der auch unser Prinz Holger I. und Mitglieder des Elferrates und der Ehrenhut teilnahmen, wurde vom Mitteldeutschen Rundfunk übertragen.

In einer Truppe von durchschnittlich 30 Männern – altersmäßig gemischt – gibt es auch traurige Ereignisse. So soll an dieser Stelle der Freunde gedacht sein, die in den letzten 10 Jahren uns für immer verlassen haben:

1992 Oberfeldkoch Günther Kutschbach
1995 Generalleutnant Alexander Orgeig
1998 Generalmajor Wienand (Bub) Delsemmé
1999 Ehrenkommandant Heinrich Weber
2001 Hauptmann und Regimentsschreiber Walter Vockenberg

Sie waren uns alle liebe Freunde und bei unseren Treffen wird oft von ihnen gesprochen, dann sind sie in Gedanken immer bei uns.

Im Jubeljahr umfaßt die Prinzengarde 30 aktive Offiziere, einen Fähnrich, 3 Offiziere der Reserve und 2 Ehrengardisten. Beruflich und altersmäßig ist die Garde sehr gemischt, fast ein Spiegelbild der sozialen Struktur unserer Stadt, aber in der Garde gibt es keinen Unterschied zwischen arm und reich, “großen und kleineren Leuten”, denn unter Freunden zählen andere Werte.